Wenn ihr Tier im Alter nicht mehr so gerne spielt, lange und spannende Spaziergänge nicht mehr möglich sind, der Rücken nicht mehr bei jeder Bewegung locker schwingt oder ihr Liebling einen „traurigen“ Eindruck zu machen scheint, so müssen Sie dies nicht hinnehmen!

Der allgegenwärtige Satz: „Mein Tier wird eben alt, da lässt sich sowieso nichts mehr machen.“ trifft in der Veterinärmedizin nicht zu.

Im Alter leiden Tiere, wie wir Menschen auch, an Steifheit, Bewegungsunlust und Schmerzen. Verursacht werden diese Einschränkungen häufig durch Verspannung und Verkrampfung der Muskulatur (v.a. der Rückenmuskulatur), die sich im Laufe vieler Monate und Jahre durch Überlastung oder Fehlbelastung der Wirbelsäule aufgebaut haben. Betroffen sind nicht nur Tiere mit angeborenen Fehlstellungen (wie z.B. Hüft- oder Ellenbogendysplasie) sondern auch sportlich aktive Hunde, Arbeitshunde, Hunde großer und schwerer Rassen oder auch Katzen. Oftmals erkennen und deuten Tierbesitzer die Symptome ihrer Lieblinge erst sehr spät.

Eine physiotherapeutische Untersuchung beginnt auch hier mit der videogestützten Ganganalyse und einem ausführlichen Gespräch. Durch die Beurteilung des Patientengangbildes anhand von Veränderungen in Stand und Bewegung wird die genaue Ursache diagnostiziert. Von dieser hängt ab, ob der Einsatz der Physiotherapie alleine oder in Kombination mit z.B. Schmerzmitteln sinnvoll ist. Schon nach den ersten Behandlungen können Sie beobachten, wie Ihr Tier durch zunehmende Beweglichkeit viel fröhlicher spazieren gehen und spielen wird.

Die Physiotherapie kann das Altern nicht verhindern, aber in vielen Fällen wie eine Verjüngungskur für Ihr Tier wirken!